Test: Apple Studio Display - 27-Zoll-Monitor mit 5K-Auflösung
Neben dem Mac Studio mit M1-Ultra-Chiptechnologie hat Apple mit dem "Studio Display" auch das passende Display im Portfolio. Der Monitor mit 27 Zoll großer Bilddiagonale platziert sich unterhalb des professionelleren Pro Display XDR von Apple und soll natürlich bestens zur kleinen stationären Workstation Mac Studio passen. In der Standard-Variante verzichtet Apple allerdings auf einen in der Höhe verstellbaren Standfuß und lässt sich das „Ergonomie-Plus“ einen saftigen Aufpreis kosten. Kann neben dem Design auch das Bild überzeugen?
IM TEST:
Apple Studio Display, 1749 Euro
Das Apple Studio Display ist sehr hochwertig verarbeitet und bietet ein Aluminiumgehäuse aus einem Guss. Damit das interne Netzteil und das Soundsystem Platz finden, ist es aber auch etwas dicker.
AUSSTATTUNG
Der Standfuß ist der größte Schwachpunkt der Standard-Variante des Studio Display. Er lässt sich nicht in der Höhe verändern und auch nicht drehen, lediglich leicht nach oben und hinten neigen. Das dafür dann aber sehr präzise und sanft.
Apropos Farben: Das Panel zeigt native 10 Bit und unterstützt diverse einstellbare Farbreferenz- Modi, wie Display (P3 600 Nits), HDTV Video (BT.709-BT.1886), Digitales Kino (P3- D65) oder Internet und Web (sRGB). Apple hatte uns zum Test ein Muster mit Standard- Glas geschickt. Alternativ gibt es hier noch eine Variante mit Nanotextur-Glas. Dieses streut das Licht anders, um die Blendwirkung zu minimieren. Erstmals genutzt hat Apple dies übrigens beim Pro Display XDR. Wir mussten aber wie erwähnt mit der Standard- Ausführung vorliebnehmen. Im Studio Display werkelt übrigens auch ein A13 Bionic Chip, wie man ihn aus dem aktuellen iPhone kennt. Dieser ist in erster Linie für die integrierte Webcam zuständig, die ein recht passables, aber etwas zu rauschiges Bild liefert, für uns aber nicht wesentlicher Bestandteil dieses Tests war. Anschlüsse offeriert das Studio Display für dreimal USB-C und einmal Thunderbolt 3 (96 W PD). Dabei dient nur die Thunderbolt-3-Buchse als Videoeingang, zumal sie auch den DisplayPort Alternate Modus unterstützt, damit also in Verbindung mit einem Adapter auch mit einem DisplayPort-Kabel verbunden werden kann.
Die Anschlussleiste bietet drei USB-C-Schnittstellen sowie einmal Thunderbolt 3. Nur über dieses lässt sich dann auch ein Monitor anschließen.
BEDIENUNG UND ARBEITSFLÄCHE
Die Aussagen zur Bedienung des Studio Displays fallen nicht allzu umfangreich aus. Der Grund ist einfach: Das Display selbst bietet keine Bedienelemente am Gehäuse und auch kein eigenes Einstellungsmenü. Alles regelt man über den angeschlossenen Rechner, also in unserem Falle den Mac Studio. Über dessen Systeminformationen kann man den Reiter „Display“ bemühen und findet dort die System einstellungen zum Display. Hier lassen sich dann die Helligkeit bestimmen sowie Auf lösungseinstellungen und der dargestellte Farbraum verändern. Selbst auf einen Ein/ Aus-Schalter verzichtet Apple. Die verschiedenen, einstellbaren Farbmodi haben wir bereits im Kapitel Ausstattung aufgeführt. Hier gilt nochmals zu erwähnen, dass sich alle Farbmodi nur direkt über den Rechner einstellen lassen, man aber auf den ersten Blick keine weiteren Einstelloptionen hat. Das Studio Display passt hier für jeden Farbraum automatisch die Farbtemperatur und die Helligkeit an. Die Helligkeitseinstellung wird dann übrigens ausgegraut und lässt sich lediglich im „Apple Display (P3-600 nits)“-Modus frei bestimmen.
Über den Reiter „Display“ in den Systeminformationen des Mac Studio kann man auf die Einstellungen für das Studio Display zugreifen. Ein eigenständiges Monitor-Menü hat das Display nicht.
Auch steht nur hier die Option für „True Tone“ bereit. Gerade im sRGBoder Rec.709-Farbraum zieht das Display die Helligkeit dabei deutlich nach unten, trotzdem bleibt das Bild noch gut erkennbar. Was man leicht übersieht: Die Voreinstellungen für jeden Bildmodus kann man über das Menü bearbeiten. Dort kann man dann auch die scheinbar feste Helligkeit modifizieren und hier einen eigenen Wert eintragen. Zudem bestimmt man den Farbraum und das Farbgamut und kann so auch komplett eigene Modi sichern. Die 27-Zoll-Bilddiagonale ist dabei nicht sonderlich klein, aber auch nicht riesig. Ist man bereits einen 32-Zoll-Monitor gewohnt, kommt einem das Studio Display vielleicht etwas klein vor. Hat man bislang mit einem 24 Zöller gearbeitet, erkennt man die drei Zoll Zugewinn an Bilddiagonale direkt. Trotzdem profitiert man beim Studio Display auch hier wiederum von der sehr hohen Auflösung. Auch mit zwei Programmfenstern nebeneinander kann man problemlos arbeiten. Die Zeitleiste in Final Cut Pro sowie Premiere Pro ist ausreichend groß, man kann komfortabel mit mehreren Programmpaletten hantieren.
BILDQUALITÄT UND TON
Standardmäßig ist der Apple Display P3-600 nits Bildmodus eingestellt, der dann auch die automatische Farbanpassung je nach Umgebungslicht via True Tone erlaubt.
FAZIT
Die Farbdarstellung ist durchweg sehr akkurat. Feine Farbabstufungen in Testbildern für einzelne RGB-Farben zeigt das Apple Studio mühelos und auch kleinste Weiß-zu-Grau-Verläufe sind sehr präzise auszumachen. Auch einfarbige Testbilder bleiben beim Studio Display über die ganze Bildfläche farblich gleich und akkurat, ohne Helligkeitsverlust oder Farbverfälschungen. Die Ausleuchtung über die gesamte Displayfläche ist dabei sehr genau. Ein kleines Randleuchten konnten wir, wenn überhaupt, nur bei sehr dunklen Bildern ganz leicht in den Ecken wahrnehmen. Da muss man aber schon sehr genau hinsehen. Auch die Schwarzdarstellung empfanden wir als tadellos, wenn auch ein OLED-Pendant hier doch noch die Nase etwas weiter vorn hat. Die Soundqualität des Studio Display ist hervorragend und wohl die beste, die wir bis dato bei einem Monitor gehört haben. Die Mitten sind hörbar, die Höhen klar auszumachen und der Sound insgesamt voluminös, dynamisch und kräftig. Auch die Bässe sind deutlich vorhanden, hätten aber nach unten hin vielleicht noch etwas satter sein dürfen. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.
DATEN
DATEN UND TESTERGEBNISSE

| Hersteller | Apple | |
| Modell | Studio Display | |
| Preis | 1749 Euro | |
| Internet | apple.de | |
| Abmessungen (mit Fuß, B x H x T) | 62,3 x 47,8 x 16,8 cm | |
| Bildschirmtyp | LED LCD (IPS) | |
| Bilddiagonale | 68,3 cm (27 Zoll) | |
| Auflösung | 5120 x 2880 Pixel | |
| Lieferumfang | Strom-Kabel, Thunderbolt-Kabel (1 Meter) | |
| Gewicht (mit Fuß) | 6,3 kg | |
| Fuß | mitgeliefert/drehbar | |
| Preis/Leistung sehr gut | ||
| Urteil max.100 Punkte | hervorragend | |
| Preis/Leistung | sehr gut | |
Autor: | Joachim Sauer |
Bildquellen: | Apple, Joachim Sauer MEDIENBUREAU |
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