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Hands-on Sony FX5: Cine-Star mit neuem Sensor, Open Gate und Triple-ISO

| Joachim Sauer

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Brandneu ist die Sony FX5 – und sieht doch der FX3 täuschend ähnlich. Im Inneren arbeitet aber ein neuer Sensor und sie hat bedeutende Anleihen von der größeren FX6 sowie von Burano und Venice 2. Wir liefern erstes Test-Footage und Handlingseindrücke vom neuen Cine-Star.

360 Grad Kameravergleich Titel

 

IM HANDS-ON:
Sony FX5 (inkl. XLR-Griff), 6000 Euro

 

Neue Cine-Kameras sind rar – entsprechend geistert auch die zur Cine-Line gehörende FX5 schon einige Wochen gerüchteweise durchs Internet. Gerade mal ein einziges Vorserien-Modell hatte Sony im Vorfeld für den deutschsprachigen Raum – und dennoch hat es die FX5 auf eine Stippvisite auf die Insel Reichenau in die VIDEOAKTIV-Redaktion geschafft. Rein äußerlich kann die FX5 wenig überraschen – es sei denn, man erwartet wegen der neuen Modellbezeichnung eine größere Kamera. Tatsächlich hat sie ein nur wenige Millimeter größeres Gehäuse als die bereits seit fünfeinhalb Jahren verkaufte FX3. Neu ist aber nicht nur der 16,6 Megapixel-Sensor, der somit 5K-Videoauflösung bietet – sondern auch der ganz klare Verzicht auf die Fotofunktion und die Integration des Video-Menüs aus FX6, Burano und Venice 2 – so dass man nahtlos von den großen Cine-Kameras umsteigen kann. Wir haben die kurze Zeit in der Redaktion intensiv genutzt mit ihr gedreht, bei strahlendem Sonnenschein, bei Nacht und in Räumen – so können wir jetzt bereits nicht nur technische Details, sondern auch erste Testszenen und unsere Eindrücke liefern.

VIDEOAKTIV hat den kurzen Zwischenstopp der FX5 am Bodensee für einen intensiven Test genutzt und liefert hier bereits die ersten Eindrücke vom neuen Cine-Line Kamera-Modell.

HANDHABUNG & BEDIENUNG

Es gibt viele Verfechter des klassischen Filmkamera-Konzepts, von dem sich letztlich auch der Camcorder abgeleitet hat. Doch inzwischen gibt es wohl genauso viele (vielleicht sogar eher sogar mehr) Filmleute, die auf kompakte Außenmaße und den Formfaktor der Fotokamera schwören. Genau hier sieht Sony die Lücke und kombiniert deshalb das Gehäuse der FX3 mit vielen Funktionen der FX6. Dazu gehört das in den Handgriff integrierte Audio-Menü – das man allerdings leicht abgewandelt auch bei der FX3 bekommt. Doch zur FX5 liefert Sony zum integrierten und in alle Richtungen drehbaren 3,5-Zoll großen spiegelnden Display einen optionalen Sucher, der immerhin 2.356.666 RGB-Pixel hat und damit ein Full-HD-Bild wiedergibt. Allerdings nimmt er die Position des Handgriffs ein, weshalb man so umbauen und auf die Audiofunktionen verzichten muss. Allerdings weist Sony jetzt schon darauf hin, dass es Drittanbieter geben wird, die die parallele Nutzung von Sucher und Handgrifffunktionen ermöglichen wollen.

360 Grad Kameravergleich GRDer Sucher wird anstelle des Handgriffs auf die Kamera geschraubt, so dass die Handhabung noch typischer zu einer Fotokamera wird

Zu den Genen der höheren Klasse gehört in jedem Fall auch das bekannte Schnellmenü, mit der Übersicht über Video- und Ton-Details – wer die Menütaste länger drückt, kommt in das bekannte Einstellmenü. Auch dieses Menü ist hinlänglich aus der Cine-Line bekannt und anerkannt. Viel Eingewöhnung werden Kameraleute hier entsprechend nicht brauchen, sondern stattdessen die dedizierte False-Color-Taste zu schätzen wissen, welche die Ausleuchtung erleichtert. Wer von der FX3 aufsteigt, findet auch gleich alle Tasten wieder – hat man bisher mit der FX6 gefilmt und hatte wenig Fotokameras in der Hand, strauchelt man wohl mit der Handhabung. Ein Beispiel dafür: Die Aufnahmetaste gibt es gleich zweimal: Einmal auf der Oberseite rot markiert, aber wer die eigentliche Fotoauslösetaste drückt, startet den Autofokus und gleichzeitig die Aufnahme. Ich gebe offen zu: An das habe ich mich längst gewöhnt und das kompakte Gehäuse der Fotokameras liegt mir inzwischen meist besser in der Hand als größere Setups. Ursache dafür ist, dass wir inzwischen viel aus der Hand drehen und aufrüsten lassen sich kompakte Kameras mit externem Monitor und weiteren Funktionen bekanntlich immer – aber wenn es aufs Gimbal geht, spielt ein kompaktes und leichtes Gehäuse seine Stärke aus: Gerade mal 735 Gramm wiegt die FX5.

Sony FX5 1031768Das Schnellmenü liefert einen guten Überblick über die getroffenen Video- und Audio-Einstellungen.

Sensor, Videoformate, Audio
Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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